Die Trachtenmode von früher und heute
Je aufwändiger die Trachten früher angefertigt und verziert waren, desto angesehener war der Träger oder die Trägerin. Die Tracht stellte den Reichtum und das Ansehen dar, wobei zwischen der alltäglichen und der sonntäglichen Tracht noch unterschieden wurde.
In der Landhausmode von heute werden das Ansehen und der Reichtum nicht mehr in diesem Sinne demonstriert. Die Trachtenmode erlebte im Laufe der Zeit genauso einen Wandel, wurde sie vielerorts über Jahre hinweg verdrängt, so feiert sie seit einiger Zeit wieder ihr Comeback.
Mode für Damen, Herren und Kinder
Die Trachtenmode besteht nicht nur aus dem wunderschönen Dirndl und der Trachtenbluse für Damen, sondern genauso gibt es für Herren und Kinder die schönsten Trachten. Besonders beliebt sind bei den Herren und kleinen Jungen die Trachten-Lederhosen. Dabei spielt es keine Rolle ob die Lederhose in kurz, lang oder als kniebund angefertigt ist. Besonders die Trachtlederhose als kniebund Hose sieht immer wieder fesch aus.
Natürlich dürfen bei der Landhausmode auch nicht die Kniestrümpfe fehlen, die die Trachtenmode erst vervollständigt. Die vielen kleinen Applikationen, Verzierungen und Accessoires geben den Trachten erst ihren wahren Charme. Mit Gürteln, Spitzeneinsätzen, Schnürungen und Lederriemen erhalten die Trachten erst ihr trendiges Aussehen. Nicht zu vergessen ist der Trachtenschmuck, der einfach dazu gehört.
Die Vielfältigkeit
Traditionell werden in der Landhausmode die Trachten in Leinen und Baumwolle angefertigt, da aber auch diese Mode dem Wandel der Zeit unterliegt, werden die Trachten Dirndl und die Trachten Dirndlblusen genauso aus hochwertigen Polyester Stoffen hergestellt. Ebenfalls sind in der Trachtenmode für Damen, Herren und Kinder die unterschiedlichsten Trachtenlederhosen und Trachten Strickwesten erhältlich.
In vielen neuen Farben und Designs wird heute die Trachtenmode angeboten. Die Landhausmode ist für Damen, Herren und Kinder, ob jung oder alt, für den kleinen oder großen Geldbeutel erhältlich.
Landhausmode setzt neue Akzente
Die Landhausmode ist alles andere als bieder und spießig, mit den sexy Dirndel in mini lassen sich immer mehr junge Damen von Trachten begeistern. Figurbetont werden die Dirndel angefertigt und ziehen die Blicke auf sich, sie sind ein echtes Highlight. Dazu wird eine Trachtenbluse getragen, entweder mit einem tiefen Ausschnitt oder in einer hoch geschlossenen Variante. Hierbei ist nur der eigene Geschmack entscheidend und wie viel Dekolleté gezeigt werden soll.
Das Angebot an Trachten ist in den letzten Jahren gestiegen, genauso wie die Nachfrage. Immer öfter wird die Trachtenmode getragen und nicht nur zu großen Feierlichkeiten, sondern auch im Alltag ist die Landhausmode öfters zu sehen.
Die Trachtenmode wird oft als traditionelle und historische Kleidung angesehen. Trachtenmode leitet sich von dem mittelniederdeutschen Begriff „Dracht“ ab. In bestimmten Regionen eines Landes wird diese getragen. Manchmal sind es auch einzelne Berufs- oder Personengruppen, die Trachtenmode tragen.
Die erste Tracht entstand zu Ende des 15. Jahrhunderts. Mittlerweile wird sie in vielen Ländern aus der Alltagskleidung verdrängt und nur noch als Festtagstracht angezogen. Dies hat nicht zuletzt nur mit der modischen Globalisierung zu tun.
Trachtenmode als regionaltypische Bekleidungsform hat ihren Ursprung bereits in der Ära Empire, Biedermeier und Rokoko. Als wichtigstes Merkmal ist zu nennen, dass alle Bekleidungsstücke bezüglich Schnitt, Form und Farbe einheitlich gehalten sind. Auch die Art des Tragens ist genauestens definiert.
Die Trachtenmode wird dann nochmals unterschieden in die Werktagstracht und die Festtagstracht. Im Gegensatz zu der Werktagstracht ist die Festtagstracht sehr aufwendig und dekorativ hergestellt. Zur Trachtenmode gehören nicht nur die übliche Kleidung, sondern auch die typischen Hüte und Hauben. Als besonders typisch ist der Bollenhut, die Goldhaube und die Berner Haube zu nennen. Die Werktagstrachten gelten als Alltagskleidung. Sie sind besonders einfach und günstig herzustellen, im Gegensatz zu den Festtagstrachten.
In Deutschland ist das Interesse an der Trachtenmode erst im späten 19.Jahrhundert erwacht.
Trachtenmode ist auch Ausdruck einer dörflichen Gemeinschaft und einer gewissen Ordnung in dieser Gemeinschaft. Sie drückt auch den Stand der Personen oder den Anlass des Tragens (Trauertracht, Hochzeitstracht usw.) aus. Je mehr Stoff, Goldknöpfe und Borten eine Tracht besaß, umso reicher und einflussreicher war der Träger. Man konnte an der Tracht schon erkennen, zu welchem Stand der Träger gehörte.
Dem erfahrenen Betrachter zeigt die Art der Trachtenmode auf einen Blick, aus welcher Region stammt der Träger, welchem Stand gehört er an und wie ist seine soziale Stellung in der Gemeinde.
Des weiteren kann man zum Beispiel bei Frauen anhand der Tracht erkennen, ob diese schon verheiratet sind oder noch ledig.
Meist wird die Trachtenmode zu Volksfesten oder besonderen Anlässen getragen. In fast jeder Region gibt es auch Vereine, die diese Tradition aufrecht erhalten.